Auf den ersten Blick wirkt ein Duschfilter simpel. Wasser rein, gefiltertes Wasser raus. Die Realität ist anspruchsvoller, denn eine Dusche gehört zu den härtesten Umgebungen, in denen ein Filter je arbeiten muss: Das Wasser läuft heiß, es läuft schnell, und es läuft jeden einzelnen Tag.
Echte Duschen laufen heiß und schnell, und genau dort verlieren viele Filter an Wirkung. Ein Küchenhahn füllt ab und zu ein Glas. Eine Dusche drückt mehrere Liter pro Minute durch den Filter, heiß, Tag für Tag. Ein Ergebnis, das an einem langsamen, kühlen Hahn gemessen wurde, sagt deshalb wenig darüber, was in deinem Bad passiert.
Was sich ändert, wenn Wasser schnell fließt
In einer Dusche verbringt das Wasser nur sehr wenig Zeit im Filter. Für unsere eigene Vitamin-C-Stufe bei vollem Duschdurchfluss (7,5 l/min, gemessen vom KTR) berechnen wir eine Verweilzeit von etwa 0,10 bis 0,14 Sekunden. Die Zahl stammt aus der Geometrie der Kartusche, nicht aus einer Labormessung, aber sie zeigt die Größenordnung: etwa eine Zehntelsekunde.
Tempo spielt für jeden Filter eine Rolle, nur nicht immer so, wie es oft beschrieben wird. Aktivkohle zum Beispiel baut freies Chlor durch eine schnelle Reaktion an ihrer Oberfläche ab. Wie lange das Wasser mit einem Kohlebett in Kontakt bleibt, entscheidet vor allem darüber, wie viel Chlor das Bett verarbeiten kann, bevor es erschöpft ist, und damit, wie lange die Kartusche hält. Hoher Durchfluss und große Tagesmengen verbrauchen diese Kapazität schneller als ein langsamer Hahn.
Deshalb sind auch die Testbedingungen so wichtig. Ein Wert, der bei langsamem, kühlem Durchfluss gemessen wurde, sagt wenig über eine heiße Dusche bei vollem Druck, und ein Prozentwert sagt wenig ohne die Bedingungen, unter denen er entstanden ist. Unsere nennen wir weiter unten, auch dort, wo sie von einer echten Dusche abweichen.